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STADT­WUNDE / Gedenkstätte

STADT­WUNDE / Gedenkstätte 

Wir haben die Chance, Ver­bor­ge­nes aus­zu­gra­ben – Wenn wir es wollen. 

Aus­ten Peter BRANDT – Pfar­rer aus Lagos / Essen / Duisburg
Was wis­sen wir eigent­lich ? Warum wis­sen wir bestimmte Dinge, wäh­rend uns andere ver­bor­gen blei­ben ? Wohin schauen wir, wenn wir Geschichte betrach­ten ? Den Kolo­nia­lis­mus hin­ter uns zu las­sen, setzt vor­aus, dass wir uns mit ihm aus­ein­an­der­set­zen und die Stütz­pfei­ler erken­nen, auf denen unser Han­deln, unsere Poli­tik, unser Leben auf­bauen. Wir haben die Chance, Ver­bor­ge­nes aus­zu­gra­ben – wenn wir es wol­len. Wie zum Bei­spiel ste­hen der Kolo­nia­lis­mus und das, was wäh­rend der Zeit des Natio­nal­so­zi­lais­mus gesche­hen ist, mit­ein­an­der in Zusam­men­hang – und was kön­nen wir davon ler­nen ? Der Platz ist nicht ein­fach zu fin­den aber er ist vor­han­den und wirk­sam. Er liegt unter den Ein­gang zur Rat­haus-Gal­le­rie, der Zugang erfolgt über den Trep­pen­ab­gang, rechts – oder man erreicht den Ort über die Sei­ten­straße ‚Zwöl­fing‘. Es ist kein wirk­lich guter Ort – etwa zum Sit­zen und Ver­wei­len. Auch die Stu­fen der ‚Stadt­wunde’ sind ja mitt­ler­weile ver­git­tert und zuge­mau­ert. Immer­hin ist aber alles über­dacht – falls es reg­net. Und unter Kopf­hö­rern des Audio­gui­des sind die Park­haus­ge­räu­sche der par­ken­den und durch­fah­ren­den Autos auch nicht ganz so laut. Hier im Audio­guide kann man sogar die Busse und Stra­ßen­bah­nen der Nach­kriegs­zeit hören, die hier am ‚tabula rasa‘-Porscheplatz ver­kehrt haben… 

Der Kolo­nia­lis­mus und seine Kontinuitäten
4 Tracks
  • Mahn­mal unter Tage : Unter dem Esse­ner Por­sche­platz, fast ver­steckt, liegt die Gedenk­stätte des KZ-Außen­la­gers Schwarze Poth, die „Stadt­wunde“ (00:00–02:11)
  • Viel­fach über­baut : Bahn­hof, Park­haus, Ein­kaufs­meile : Die Erin­ne­rung an das KZ-Außen­la­ger wurde buch­stäb­lich wie meta­pho­risch tief begra­ben (02:11–04:30)
  • Der Por­sche­platz — im Namen eines Täters : Fer­di­nand Por­sche, nach dem der Stand­ort des Mahn­mals heute benannt ist, beschäf­tigte selbst tau­sende Zwangs­ar­bei­ter aus Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern und war SS- sowie NSDAP-Mit­glied (04:30–07:08)
  • Afrikanischer—„schwarzer“—Holocaust ? Wel­che Erkennt­nisse las­sen sich aus der Erfor­schung der Zusam­men­hänge zwi­schen Kolo­nia­lis­mus und Natio­nal­so­zia­lis­mus gewin­nen ? (07:08–08:10)

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