Mustergartenanlage im Grugapark – Botanik und Kolonialismus, Fairer Handel, Bildung für nachhaltige Entwicklung
Der Grugapark hat viel zu bieten, inklusive vielfacher Formen der Auseinander- setzung mit dem kolonialen Erbe Essens. Im Kaffeegarten Ruhr geht es um Fairen Handel mit ehemaligen kolonialen Waren: Kaffee, Kakao und Schokolade und um fairen Flächenverbrauch. Dodo Schulz erklärt das Konzept des „Virtuellen Grün“, das eine gerechte Ressourcen- und Flächenverteilung weltweit und in Essen anschaulich darstellt. Rebecca Habermas berichtet über die Forschung der frühen Botanischen Gärten und auch die Gruga selbst war Schauplatz von Pflanzenschauen mit deutlich kolonialer Gesinnung: die Reichsgartenschau von 1938 mit einer Kolonialpflanzenschau. Kaffeegarten Ruhr und die Pflanzenschauhäuser des Grugaparks bieten heute Bildungs- arbeit für Fairen Handel, zum Flächenverbrauch, zu Klimawandel bis zu Kinderarbeit. Mit Angeboten zu außerschulischem Lernen entlang der UNESCO-Programme BnE – Bildung für nachhaltige Entwicklung – im Kaffeegarten Ruhr übrigens auch bei politisch völlig korrektem Kaffee-, Kakao- und Schokoladen-Genuss.
Dodo Schulz
KAFFEEGARTEN/GRUGA · Bild 1 von 4
Alex Kunkel
KAFFEEGARTEN/GRUGA · Bild 2 von 4
Kaffeegarten im Grugapark
KAFFEEGARTEN/GRUGA · Bild 3 von 4
Weltkarte globaler Warenwege
KAFFEEGARTEN/GRUGA · Bild 4 von 4
3 Tracks
Sorry, no results.
Please try another keyword
Dodo Schulz (Kulturkoordination EXILE, Essen) über die Bildungsarbeit des KaffeegartenRuhr; gemeinsam mit Eine-Welt-Netz NRW und Alex Kunkel 'Der Röster'; insbesondere am Beispiel 'kolonialer Produkte' wie Kaffee, Kakao, Zucker, Baumwolle. Im Sinne der 'Bildung für nachhaltige Entwicklung' – BnE der UNESCO geht es dabei aber auch über individuelle Konsum hinaus – bis zu Produktionszusammenhänge in anderen[...]
Botanische Gärten – spielen in Europa und auch in Deutschland während des Kolonialismus eine wichtige Rolle – als Forschungsstätten, um die botanischen Produkte der Kolonien – zu verstehen und zu optimieren. Botanische Gärten und Tropenhäuser werden auch für das Europäische Publikum zum Fenster in die 'koloniale Idee'Fauna und Flora – und die 'Ureinwohner' der Kolonien[...]
Tour durch Gewächshäuser der Gruga mit Dr. Martin Gülpen – u.a. Leiter der Schule Natur;mit Beispielen für – teils immer noch aktuelle – Pflanzen und Produkte mit kolonialem Hintergrund. Insbesondere auch Kakao als Gegenstand der Kinder- und Jugendbildungsarbeit.
Der Grugapark ist kein kurzer Halt auf dem Weg zur nächsten Station. Wer hier ist, bewegt sich in einem eigenen Gelände: Kaffeegarten, botanische Gärten, Tropenhäuser und Bildungsorte liegen räumlich auseinander und erzählen unterschiedliche Kapitel kolonialer Gegenwart.
Zugleich ist GRUGA selbst Teil der Geschichte. Der Park ging aus der Großen Ruhrländischen Gartenbau-Ausstellung von 1929 hervor und wurde 1938 mit der Reichsgartenschau zum Schauplatz einer Garten- und Pflanzenpolitik, in der koloniale Bilder, Rohstoffe und Weltordnungen mitverhandelt wurden. Botanische Gärten waren dabei nicht nur schöne Sammlungen: Sie halfen, Pflanzen zu ordnen, zu züchten, wirtschaftlich nutzbar zu machen und europäische Wissenschaft als Maßstab zu setzen.
Heute ist der Park Erholungsraum, Lernort und Alltagspause. Gerade deshalb werden hier Spuren sichtbar, die sonst leicht übersehen werden: Fairer Handel und Flächenverbrauch, botanisches Wissen und koloniale Pflanzenschauen, Kakao, Kaffee und Bildungsarbeit greifen ineinander.
01Spur 01 / Konsum und FlächeKaffeegarten RuhrKaffeegarten / Mustergärten
Was steckt räumlich, ökologisch und historisch hinter Kaffee, Kakao, Zucker und Baumwolle?
Alltagsprodukte wie Kaffee, Kakao, Zucker und Baumwolle führen vom Park aus in globale Lieferketten. Der Kaffeegarten macht sichtbar, wie Fairer Handel, Flächenverbrauch und Verantwortung zusammenhängen.
Kurz im Audio: Dodo Schulz (Kulturkoordination EXILE, Essen) über die Bildungsarbeit des KaffeegartenRuhr; gemeinsam mit Eine-Welt-Netz NRW und Alex Kunkel 'Der Röster'; insbesondere am Beispiel 'kolonialer Produkte' wie...
Dodo Schulz (Kulturkoordination EXILE, Essen) über die Bildungsarbeit des KaffeegartenRuhr; gemeinsam mit Eine-Welt-Netz NRW und Alex Kunkel 'Der Röster'; insbesondere am Beispiel 'kolonialer Produkte' wie Kaffee, Kakao, Zucker, Baumwolle. Im Sinne der 'Bildung für nachhaltige Entwicklung' – BnE der UNESCO geht es dabei aber auch über individuelle Konsum hinaus – bis zu Produktionszusammenhänge in anderen[...]
Wie wurden Pflanzen, Tropen und koloniale Rohstoffe in Europa erforscht, gezeigt und verfügbar gemacht?
Botanische Gärten und Tropenhäuser zeigen Pflanzen nicht neutral. Hier geht es um Sammeln, Ordnen, Züchten und um koloniales Wissen, das Rohstoffe wie Kakao, Kautschuk, Tabak oder Baumwolle verfügbar machen sollte.
Kurz im Audio: Botanische Gärten – spielen in Europa und auch in Deutschland während des Kolonialismus eine wichtige Rolle – als Forschungsstätten, um die botanischen Produkte der Kolonien – zu verstehen und zu optimieren....
Botanische Gärten – spielen in Europa und auch in Deutschland während des Kolonialismus eine wichtige Rolle – als Forschungsstätten, um die botanischen Produkte der Kolonien – zu verstehen und zu optimieren. Botanische Gärten und Tropenhäuser werden auch für das Europäische Publikum zum Fenster in die 'koloniale Idee'Fauna und Flora – und die 'Ureinwohner' der Kolonien[...]
Wie wird koloniale Geschichte heute über Pflanzen, Kakao und Bildungsarbeit vermittelbar?
Die Schule Natur und die Gewächshäuser führen die historischen Spuren in die Gegenwart. Pflanzen, Kakao, Klima und Bildungsarbeit werden zu Fragen danach, wie koloniale Geschichte heute vermittelbar wird.
Kurz im Audio: Tour durch Gewächshäuser der Gruga mit Dr. Martin Gülpen – u.a. Leiter der Schule Natur;mit Beispielen für – teils immer noch aktuelle – Pflanzen und Produkte mit kolonialem Hintergrund. Insbesondere auch...
KakaoBildungGegenwartJugendarbeitNachhaltigkeit
00:00
Sorry, no results.
Please try another keyword
Tour durch Gewächshäuser der Gruga mit Dr. Martin Gülpen – u.a. Leiter der Schule Natur;mit Beispielen für – teils immer noch aktuelle – Pflanzen und Produkte mit kolonialem Hintergrund. Insbesondere auch Kakao als Gegenstand der Kinder- und Jugendbildungsarbeit.
Die drei Spuren markieren unterschiedliche Zugänge innerhalb desselben Geländes: Kaffeegarten, Tropenhaus und Schule Natur. Sie können einzeln gehört werden, ergeben zusammen aber den Binnenraum GRUGA.