Deine Rallye-Area 

Rund um den Esse­ner Markt 

Info / Gebrauchsanleitung

Wie funk­tio­niert die RAL­LYE ?
Das Spiel­feld ist über­schau­bar – und alle 3 Sta­tio­nen lie­gen eng bei­ein­an­der : Krupp-Denk­mal, Stadt­wunde (Por­sche­platz) und Esse­ner Dom.
Hier gibt es jeweils ein Fra­gen & Auf­ga­ben-Pro­gramm am smart­fon.
Anlei­tung : Beant­wor­tet die Fra­gen, die eine nach der ande­ren ein­ge­blen­det wird.
Um sie zu beant­wor­ten, müsst ihr ver­schie­dene Dinge tun : nach­den­ken,
an Ort und Stelle etwas nach­se­hen, kurze Texte lesen, einen Audio­bei­trag hören, etwas suchen & ’nach­spie­len’, foto­gra­fie­ren.
Tech­nik : Ihr soll­tet pro Gruppe min­des­tens ein Smart­phone oder Tablet zur Ver­fü­gung haben.

Am Ende bekommst Du ein digi­ta­les Zer­ti­fi­kat mit Punk­ten ange­zeigt – das anzeigt, wie viel Wis­sen ihr über die kolo­nia­len Hin­ter­gründe der Stadt Essen bewie­sen habt.
(Am bes­ten machst du davon ein Bild­schirm­foto)
Unter­wegs sam­melst Du auch ‘Beweise’ und ‘Fund­stü­cke’ in Foto­form – und alles zusam­men prä­sen­tierst Du am Ende dei­ner Ral­lye­lei­tung als Trophäe.

Wie­viele Gruppe ihr bil­det, wo ihr euch wie­der­trefft und wie ihr die Gewinner/​teams benennt – das macht ihr mit euren Lehrer*innen aus.

STA­TION : Krupp-Denkmal

Die Fami­lie und das Unter­neh­men KRUPP ste­hen wie kaum andere Unter­neh­mer­fa­mi­lien für den indus­tri­el­len Auf­schwung des Ruhr­ge­biets. Dabei – die Geschichte der Fami­lie KRUPP und ihres Reich­tums hat eine kolo­nia­lis­ti­sche Vor­ge­schichte – die sich am Kaf­fee und dem Kaf­fee­han­del erzäh­len lässt.

Die RAL­LYE Fra­gen & Aufgaben

Dies ist ein Spiel auf Zeit. (Die Stop­uhr wird oben ein­ge­blen­det) BEREIT ?

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Wählt jeman­den aus, der den Info­text zur Krupp-Sta­tue vor­liest – und hört ihn euch an. (Den Info­text fin­det ihr auch in den HINWEISEN)

Quelle : Wikipedia/​Status : gemeinfrei
INFO­TEXT KRUPP-STA­TUE : Für die Ent­wick­lung der Stadt und das Leben in Essen ist die Rolle Krupps von immenser Bedeu­tung. Ob Krupp-Sied­lun­gen, Kon­sum­an­stal­ten, die Krupp­schen Kran­ken­häu­ser… Noch immer steht Krupp für Fort­schritt, Qua­li­täts­ar­beit und den Mythos der Ruhr­in­dus­tri­el­len schlecht­hin. Doch wer hätte gedacht, dass noch weit vor der Berühmt­heit des Esse­ner Stahl-Unter­neh­mers wesent­li­che Anteile des Kapi­tals für die erste Hütte durch den Han­del und Schmug­gel mit Kolo­ni­al­wa­ren erwirt­schaf­tet wur­den ? Und wel­che Rolle spie­len hier­bei Migra­tion, das ehe­ma­lige Haus am Flachs­markt sowie das kauf­män­ni­sche Geschick der Krupp-Frauen ?
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Kor­rekt ! Nicht-Kor­rekt !

Wel­chen Spitz­na­men hatte Alfred Krupp ? (Zwei Ant­wor­ten sind richtig)

Please select 2 cor­rect answers

Was war das Kern­ge­schäft der Firma Krupp ?
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Kor­rekt ! Nicht-Kor­rekt !

Alfred Krupp wurde als Stahl­ba­ron und Kano­nen­kö­nig beti­telt, benannt nach sei­nen wich­tigs­ten Pro­duk­ten : dem Stahl und den Kanonen.

Was ist auf der Rück­seite des Denk­mals eingeschrieben ?

Wer hat das Denk­mal auf­ge­stellt ? Warum ?
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Kor­rekt ! Nicht-Kor­rekt !

Als wich­tigs­tem Unter­neh­mer der Stadt dank­ten die Esse­ner Bür­ger Alfred Krupp für seine Bemü­hun­gen für die Stadt Essen. 1899 wurde das Denk­mal auf­ge­stellt, die Anspra­che erfolgte durch den dama­li­gen Ober­bür­ger­meis­ter Erich Zweigert.

Macht ein Foto von der Inschrift. 

Kor­rekt ! Nicht-Kor­rekt !

Was ist rechts unter Alfred Krupp zu sehen ?

Für wel­che unter­neh­me­ri­sche Tätig­keit war Alfred Krupp vor allem bekannt ?
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Schon in der Bron­ze­zeit wur­den Ambosse zur Werk­zeug­schmiede ver­wen­det. Beim Amboss han­delt es sich also seit Jahr­hun­der­ten um ein Werk­zeug wie auch um ein Sym­bol (ein Sinn­bild) für Metall­ver­ar­bei­tung. Im kon­kre­ten Fall ver­weist der Amboss auf die Arbeit in den Krupp’schen Gussstahlfabriken.

Macht eine Klopf­probe – Wor­aus besteht die Statue ?

Mar­mor = antik, Bronze = nobel, Stahl = prag­ma­tisch und modern
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Viele Sta­tuen im öffent­li­chen Raum wer­den aus Bronze gegos­sen. Bronze gilt als nobler als Stahl, ist aber leich­ter (durch Guss) zu ver­ar­bei­ten als Mamor, der behauen wer­den muss.

Der Inschrift zufolge : Wer adres­siert hier wen ?

Wer hat die Sta­tue in Auf­trag gegeben ? 
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Kor­rekt ! Nicht-Kor­rekt !

Die Sta­tue soll den Bei­trag wür­di­gen, den Alfred Krupp zum wirt­schaft­li­chen Auf­schwung der Stadt Essen geleis­tet hat.

Wählt jeman­den aus, der bzw. die die Kör­per­hal­tung der Sta­tue für ein Foto nach­ahmt. Wie fühlt sich diese Kör­per­hal­tung an ?

Kor­rekt ! Nicht-Kor­rekt !

Alfred Krupp sollte als erfolg­rei­cher Unter­neh­mer und starke Per­sön­lich­keit dar­ge­stellt wer­den (So, wie sie die bür­ger­li­che Gesell­schaft jener Zeit anstrebt)

In wel­cher Posi­tion ist Alfred Krupp dargestellt ?

Kor­rekt ! Nicht-Kor­rekt !

Die ste­hende und leicht zurück­ge­lehnte Hal­tung lässt Krupp sowohl selbst­si­cher als auch beson­nen wirken.

Stellt euch neben die Sta­tue. Was seht ihr ?

Wel­che Sehens­wür­dig­kei­ten befin­den sich in unmit­tel­ba­rer Umge­bung der Statue ?
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Kor­rekt ! Nicht-Kor­rekt !

Die Krupp-Sta­tue befin­det sich im gesell­schaft­li­chen, bür­ger­li­chen Macht­zen­trum der Stadt Essen.

Hört euch das Audio an. (hört ins­be­son­dere dar­auf : was hat die For­sche­rIn­nen hin­sicht­lich der Geschäfts­an­fänge der Krupps überrascht?)

Peter Hiedl Sabine Jecht Alex Kun­kel, (in der Rei­hen­folge des Auf­tritts) Peter Hiedl : “Was hat Essen als Stadt, über­haupt mit Kolo­nien oder mit kolo­nia­len Errun­gen­schaf­ten zu tun ? (…) Gibt es irgend­wel­che Vor­läu­fer, die wei­ter zurück­ge­hen und die die­sen städ­ti­schen Reich­tum irgendwo begrün­den ? Kommt es irgendwo aus dem Nichts so eine Ansamm­lung von Ver­mö­gen, die dann in Berg­bau oder in Stahl­pro­duk­tion über­geht?“ +++ Sabine Jecht : “Ein Ver­bin­dungs­stück war der Kaf­fee­han­del der Firma Krupp. Das hat uns auch sehr über­rascht, dass die Firma Krupp ursprüng­lich gar nicht mit Stahl zu tun hatte, son­dern mit Kolo­ni­al­wa­ren. (…) Der Stamm­va­ter der Fami­lie hier in Essen, das war Jodo­cus Krupp und der betrieb seit 1732 in Essen ein Kolo­ni­al­wa­ren­ge­schäft und hat gro­ßen Wert auf die­ses Kaf­fee­ge­schäft gelegt.” +++ Alex Kun­kel : “Also könnte man sagen, dass die ursprüng­li­che Akku­mu­la­tion* von Krupp unter ande­rem durch die soge­nann­ten – man nannte das damals tat­säch­lich so – Pro­fit­boh­nen ent­stand” +++ *Bedeu­tung des Wor­tes Akku­mu­la­tion : [An]häufung, [Auf]häufung, [An]sammlung, Spei­che­rung Anhäu­fung von Reich­tum, beson­ders von Pro­duk­ti­ons­mit­teln “die Akku­mu­la­tion von Kapital”
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Kor­rekt ! Nicht-Kor­rekt !

Die Krupps waren noch vor den Anfän­gen in der Stahl­ver­ar­bei­tung erfolg­rei­che Kaufleute.

Kaf­fee­im­port war damals äußerst pro­fi­ta­bel – Wie ist die Situa­tion heute ?

Wie sieht das Kaf­fee­an­ge­bot in Super­märk­ten aus ?
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Kor­rekt ! Nicht-Kor­rekt !

Fairtrade-Händ­ler bemü­hen sich, die gerechte Ent­loh­nung z.B. von Kaf­fee­bau­ern zu garan­tie­ren. Fairtra­de­pro­dukte sind an bestimm­ten Logos zu erkennen.

Ral­lye : Krupp-Denkmal
Alles erle­digt !
Ihr habt alle Ral­lye­fra­gen zum Krupp-Denk­mal beant­wor­tet. Notiert euch eure Punkt­zahl und geht zur nächs­ten Sta­tion / eurem Treffpunkt.

STA­TION : ‘Stadt­wunde’ / Porscheplatz

Die Stadt­wunde und ihre Geschichte (von Por­sche, Rake­ten, Zwangs­ar­beit usw. – und der Frage, ‘was hat das mit Kolo­nia­lis­mus zu tun?’ – und ‘warum muss man das alles wissen?’)

Die RAL­LYE Fra­gen & Aufgaben

Dies ist ein Spiel auf Zeit. (Die Stop­uhr wird oben ein­ge­blen­det) BEREIT ?

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Wählt jeman­den aus, der den Info­text zur Stadt­wunde vor­liest – und hört ihn euch an. (Den Info­text fin­det ihr auch in den HINWEISEN)

Was wis­sen wir eigent­lich ? Warum wis­sen wir bestimmte Dinge, wäh­rend uns andere ver­bor­gen blei­ben ? Wohin schauen wir, wenn wir Geschichte betrach­ten ? Den Kolo­nia­lis­mus hin­ter uns zu las­sen, setzt vor­aus, dass wir uns mit ihm aus­ein­an­der­set­zen und die Stütz­pfei­ler erken­nen, auf denen unser Han­deln, unsere Poli­tik, unser Leben auf­bauen. Wir haben die Chance, Ver­bor­ge­nes aus­zu­gra­ben – wenn wir es wol­len. Wie zum Bei­spiel ste­hen der Kolo­nia­lis­mus und das, was wäh­rend der Zeit des Natio­nal­so­zi­lais­mus gesche­hen ist, mit­ein­an­der in Zusam­men­hang – und was kön­nen wir davon ler­nen ? Der Platz ist nicht ein­fach zu fin­den aber er ist vor­han­den und wirk­sam. Er liegt unter den Ein­gang zur Rat­haus-Gal­le­rie, der Zugang erfolgt über den Trep­pen­ab­gang, rechts – oder man erreicht den Ort über die Sei­ten­straße ‚Zwöl­fing‘. Es ist kein wirk­lich guter Ort – etwa zum Sit­zen und Ver­wei­len. Auch die Stu­fen der ‚Stadt­wunde’ sind ja mitt­ler­weile ver­git­tert und zuge­mau­ert. Immer­hin ist aber alles über­dacht – falls es reg­net. Und unter Kopf­hö­rern des Audio­gui­des sind die Park­haus­ge­räu­sche der par­ken­den und durch­fah­ren­den Autos auch nicht ganz so laut. Hier im Audio­guide kann man sogar die Busse und Stra­ßen­bah­nen der Nach­kriegs­zeit hören, die hier am ‚tabula rasa‘-Porscheplatz ver­kehrt haben…
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Woran erin­nert die Esse­ner “Stadt­wunde”?

Es geht um Ver­bre­chen wäh­rend des Zwei­ten Weltkriegs.
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Dort, wo sich jetzt der Por­sche­platz befin­det, stand wäh­rend der NS-Zeit das Zwangs­ar­bei­ter­la­ger “Schwarze Poth”.

Wie gelangt man zur Esse­ner Stadt­wunde ? Und – wie fühlt man sich an die­sem Ort ?

Wie seid ihr vom Por­sche­platz aus her gelangt ?
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Die “Stadt­wunde” ist schwer zu fin­den, wenn man nicht gezielt nach ihr sucht.

Wie viele Baum­stämme stüt­zen die Stadtwunde ?

Kor­rekt ! Nicht-Kor­rekt !

Was könn­ten die Baum­stämme bedeuten ?

Bei der “Stadt­wunde” han­delt es sich um einen Gedenk­ort an die NS-Zeit.
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Die Stämme erin­nern an das KZ-Buchen­wald, in dem viele der Arbei­ter ermor­det wurden.

Schaut auf der Info­ta­fel nach – wie lange exis­tierte das Lager ?

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Zu wel­cher Arbeit wur­den die Gefan­ge­nen des Lagers gezwungen ?

Die Arbeit war extrem gefährlich
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Kor­rekt ! Nicht-Kor­rekt !

Die Gefan­gene erfuh­ren keine Ach­tung ihres Lebens oder ihrer Sicherheit. 

Schaut euch die Graf­fiti ganz rechts vorne in der Stadt­wunde an. Was steht dort geschrieben ?

Kor­rekt ! Nicht-Kor­rekt !

Foto­gra­fiert das Graf­fito durch die Git­ter­stäbe hin­durch. Besprecht, wie sich der Gedenk­ort in den öffent­li­chen Raum einfügt.

Kor­rekt ! Nicht-Kor­rekt !

Hört euch die Aus­sa­gen von Aus­ten Peter Brandt an. Aus­ten Peter Brandt wurde 1952 in Lon­don gebo­ren und hat seine Kind­heit und Jugend in Essen ver­bracht und danach Theo­lo­gie stu­diert. Der deutsch-bri­tisch-nige­ria­ni­sche evan­ge­li­scher Pfar­rer arbei­tet heute in Duisburg. 

Aus­ten Peter Brandt wurde 1952 in Lon­don gebo­ren und hat seine Kind­heit und Jugend in Essen ver­bracht und danach Theo­lo­gie stu­diert. Der deutsch-bri­tisch-nige­ria­ni­sche evan­ge­li­scher Pfar­rer arbei­tet heute in Duisburg. 
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Dis­ku­tiert den Zusam­men­hang von Kolo­nia­lis­mus und Natio­nal­so­zia­lis­mus. Von wel­chen Zusam­men­hän­gen spricht Aus­ten Peter Brandt ? Wel­che Kon­ti­nui­tä­ten könnte es geben ? 

Hinweise/​Stichworte : Ver­bin­dung von Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern in Nami­bia nach dem Herero- und Nama-Auf­stand 1904 und natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern ? Herr­schafts­den­ken ? Ras­sis­mus ? Entmenschlichung ?
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Kor­rekt ! Nicht-Kor­rekt !

Ver­lasst die Stadt­wunde. Sucht nach den “Stol­per­stei­nen” (Mes­sing­pla­ket­ten im Stra­ßen­pflas­ter) an der Kreu­zung zwi­schen Kett­wi­ger Str. und Lim­be­cker Str. – Wie hie­ßen die Per­so­nen, derer hier gedacht wird ?

Kor­rekt ! Nicht-Kor­rekt !

Hört euch das Lied „Stol­per­steine“ von Trett­mann an. (Ihr fin­det es auf You­tube : https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​E​r​A​e​A​J​h​O​gG4)

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Stellt euch um die Steine herum und macht ein Foto. Besprecht, wie sich das Geden­ken in den öffent­li­chen Raum einfügt.

Es geht um den Zusam­men­hang zwi­schen Kolo­nia­lis­mus und Natio­nal­so­zia­lis­mus. Wel­ches Men­schen­bild (Ras­sis­mus) ermöglicht. 
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Ral­lye : Stadtwunde
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Ihr habt alle Ral­lye­fra­gen zur Stadt­wunde beant­wor­tet. Notiert euch eure Punkt­zahl und geht zur nächs­ten Sta­tion bzw. zu eurem Treffpunkt.

STA­TION : Esse­ner Dom

Es geht um IGNATIUS – den ‘ver­schenk­ten Mohr’; Es geht um Men­schen­würde, den Wert von Men­schen, um die Idee von Skla­ven- und Leib­ei­gen­tum – in ‘his­to­ri­schen Zei­ten’ – und um die Ver­bin­dun­gen zum heute.

Die RAL­LYE Fra­gen & Aufgaben

Dies ist ein Spiel auf Zeit. (Die Stop­uhr wird oben ein­ge­blen­det) BEREIT ?

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Wählt jeman­den aus, der den Info­text zum Esse­ner Dom vor­liest – und hört ihn euch an. (Den Info­text fin­det ihr auch in den HINWEISEN)

Im frü­hen 18. Jahr­hun­dert schenkte der Kauf­mann Adam Schif­fer der Für­stäb­tis­sin Fran­ziska Chris­tine von Pfalz-Sulz­bach einen schwar­zen Jun­gen aus Suri­nam, des­sen Vor­fah­ren ver­mut­lich selbst aus Afrika ver­schleppt wor­den waren. Der mit­ge­brachte Junge wurde in Essen getauft und spä­ter unter dem Namen Ignatius For­tuna bekannt, diente an ihrem Hof als Kam­mer­die­ner. Seine Grab­stätte befin­det sich noch heute im ehe­ma­li­gen Wai­sen­haus auf der Stee­ler Straße und auch auf einem Gemälde, das sich im Schloss Bor­beck befin­det, ist er ver­ewigt. Wer war er ? Wel­che Funk­tio­nen hatte er am Hof ? Und wel­che Wir­kung hatte er auf die Esse­ner Gesellschaft ?
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Der dun­kel­häu­tige Junge Ignatius For­tuna wurde der ehe­ma­li­gen Für­stäb­tis­sin in Essen ‘geschenkt’ – und arbei­tete spä­ter dort als Die­ner mit zahl­rei­chen pro­to­kol­la­ri­schen Auf­ga­ben. Ver­mu­tet ihr, dass es hier im Dom Spu­ren oder Infor­ma­tio­nen über ihn gibt ?

Hier im Esse­ner Dom sind keine direk­ten Spu­ren von Ignatius For­tuna zu fin­den. Man kann aber man­che Hin­weise auf Hier­ar­chien und Rang­ord­nung in Kir­che und Gesell­schaft erkunden.
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Hier im Esse­ner Dom sind keine direk­ten Spu­ren von Ignatius For­tuna zu fin­den. (In der his­to­ri­schen Dau­er­aus­stel­lung des Schlos­ses Bor­beck ist ein Gemälde der Für­stäb­tis­sin mit ihrem „Kam­mer­moh­ren“ (Öl/​Leinwand 1772) zu sehen. Und in Essen-Steele befin­det sich das Grab­mal von Ignatius For­tuna in dem von der Für­stäb­tis­sin gestif­te­ten Wai­sen­haus (Stee­ler Str. 642–646, 45276 Essen-Steele. Dem Tes­ta­ment der Fürs­tin ent­spre­chend – wurde er in ihrer Nähe in der Kapelle ihrer Stif­tung beigesetzt.)

Sucht im ‘Kreuz­gang’ nach Infor­ma­tio­nen über Für­stäb­tis­sin­nen – von wann bis wann war Fran­ziska Chris­tine von Pfalz-Sulz­bach im Amt ?

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Die Für­stäb­tis­sin­nen lei­te­ten das welt­li­che Frau­en­stift in Essen, in dem nur hoch­ad­lige Frauen auf­ge­nom­men wur­den. Gleich­zei­tig herrschte sie als Reichs­fürs­tin über Essen. Sie waren die geist­li­chen und welt­li­chen Herr­sche­rin­nen zwi­schen Emscher und Ruhr bis zur Säku­la­ri­sa­tion (Tren­nung von Staat und Kir­che) im Jahre 1804.

Foto­gra­fiert die Wand­in­schrift zu den Fürstäbtissinnen 

(und zeigt das Foto spä­ter vor…)
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Wer liegt im Esse­ner Dom begraben ?

Seht inner­halb des Kreuz­gangs nach – wel­che Art von Stein­plat­ten lie­gen dort und wel­che Infor­ma­tio­nen ent­hal­ten sie ?
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Was ist ein Dom­ka­pi­tu­lar oder Dom­probst ? Ein Dom­ka­pi­tu­lar ist der lei­tende Dom­herr, der für die Durch­füh­rung der fei­er­li­chen Got­tes­dienste der Bischofs­kir­che zustän­dig ist. Der Dom­probst ist ers­ter Wür­den­trä­ger und ist u.a. für die Ver­wal­tung der Güter des Domes verantwortlich. 

Wer ist als hier bunte Sta­tue zu sehen ?

Sucht auf dem Dom­hof – dem offe­ne­ren Bereich vor der Dom (Rich­tung Volkshochschule).
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Wer war Franz Hengs­bach ? Franz Kar­di­nal von Hengs­bach war der erste Bischof von Essen (* 10. Sep­tem­ber 1910 in Vel­mede ; † 24. Juni 1991 in Essen). Franz Hengs­bach war der Stadt Essen und dem Ruhr­ge­biet ins­ge­samt sehr ver­bun­den. Die Sta­tue erin­nert an die Lebens­leis­tung des Grün­dungs­bi­schofs des Bis­tums Essen.

Besprecht das Bild der Für­stäb­tis­sin mit dem „Kam­mer­mohr“ Ignatius For­tuna ! Stich­worte : Kör­per­hal­tung, Bild­auf­bau, Auf­ga­ben, Kleidung…

Stichworte/​Analyseaspekte : In wel­cher Posi­tion / Hal­tung ist Ignatius For­tuna abge­bil­det ? Wel­che Auf­ga­ben hatte Ignatius For­tuna am Hof ? Wie ist Ignatius For­tuna geklei­det ? Was lässt sich über sei­nen Stand am „Hof“ der Für­stäb­tis­sin ver­mu­ten ? In wel­chem Ver­hält­nis stand Ignatius For­tuna zur Fürstäbtissin ? 
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Hört euch den gespro­che­nen Ori­gi­nal­wort­laut des his­to­ri­schen Briefs der Fami­lie Schif­fer an die Für­stäb­tis­sin an. (Beim Hören : Was wol­len die ? Mit wel­chen Mitteln?)

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In wel­chem Zusam­men­hang wurde das Sym­bol des „Moh­ren“ noch lange verwendet ?

Ein bekann­tes Pro­dukt aus Über­see wurde bis 2004 mit einem „Moh­ren“ beworben !
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Der „Mohr“ wurde häu­fig für die Wer­bung von Scho­ko­lade („Sarotti-Mohr“) ver­wen­det. Die­ses führte zu Dis­kus­sio­nen, ob es sich dabei um eine ras­sis­ti­sche Mar­ken­fi­gur bzw. um ein ras­sis­ti­sches Unter­neh­mens­logo han­delt. Seit 2004 hat der Mohr von Sarotti eine gol­dene Haut­farbe und heißt “Magier der Sinne”.

Dis­ku­tiert, warum der Begriff des „Moh­ren“ ras­sis­tisch ver­stan­den wer­den kann ?

Kor­rekt ! Nicht-Kor­rekt !

Das Wort „Mohr“ stammt aus der Zeit des Kolo­nia­lis­mus. Pro­ble­ma­tisch ist ins­be­son­dere die ras­sis­ti­sche und ste­reo­type Ver­wen­dung des Begrif­fes. In den meis­ten Fäl­len wird der „Mohr“ als Die­ner, als Page dar­ge­stellt. In die­sem Kon­text bezieht sich der der Begriff auf eine Zeit, in der Schwarze Men­schen oft als ‘Die­ner’ nach Deutsch­land kamen. 

Ral­lye : Esse­ner Dom
Alles erle­digt !
Ihr habt alle Ral­lye­fra­gen zum Esse­ner Dom beant­wor­tet. Notiert euch eure Punkt­zahl und geht zur nächs­ten Sta­tion bzw. zu eurem Treffpunkt.

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