DAS ALFRED-KRUPP-DENKMAL

Kein grös­serer Gegen­satz lässt sich denken, als der zwischen der ältesten Vergan­gen­heit von Essen und seiner Gegenwart. 

‘Essen an der Ruhr’
Die deut­sche Kolo­ni­al­ge­sell­schaft zu ihrer Haupt­ver­samm­lung in Essen.
Juni 1905

Für die Entwick­lung der Stadt und das Leben in Essen ist die Rolle Krupps von immenser Bedeu­tung. Ob Krupp-Sied­lungen, Konsum­an­stalten, die Krupp­schen Kran­ken­häuser… Noch immer steht Krupp für Fort­schritt, Quali­täts­ar­beit und den Mythos der Ruhr­in­dus­tri­ellen schlechthin. Doch wer hätte gedacht, dass noch weit vor der Berühmt­heit des Essener Stahl-Unter­neh­mers wesent­liche Anteile des Kapi­tals für die erste Hütte durch den Handel und Schmuggel mit Kolo­ni­al­waren erwirt­schaftet wurden ? Und welche Rolle spielen hierbei Migra­tion, das ehema­lige Haus am Flachs­markt sowie das kauf­män­ni­sche Geschick der Krupp-Frauen ?

Essen – Die dank­bare Vaterstadt
  1. Essen—die dank­bare Vater­stadt : Unter großem Beifall des Essener Bürger­tums wird 1889 vor der Markt­kirche das Alfred-Krupp-Denkmal enthüllt (00:00–01:31)
  2. Essen als Waffen­schmiede der Welt : Die Familie Krupp verhilft der Stadt zum Aufstieg zu einem der bedeu­tendsten Indus­trie­stand­orte des Deut­schen Reiches (01:31–03:30)
  3. Anfänge im Kolo­nia­lismus : Die Familie Krupp verdient sich das Start­ka­pital für die ersten Hütten mit Kolo­ni­al­wa­ren­handel (03:30- 06:26)
  4. Essener Geschichte als Kolo­ni­al­ge­schichte : Noch vor Beginn der deut­schen Kolo­ni­al­po­litik ist Essen bedeu­tender Umschlagsort für Waren aus Übersee, insbe­son­dere für den Kaffee (06:26–11:12)
  5. Die Krupps als Kaffee­schmuggler : Nach Erlass der Konti­nen­tal­sperre durch Napo­leon wird Kaffee zu einem raren Gut—das die Familie Krupp nun illegal, dafür aber umso gewinn­brin­gender, ins Land schmug­gelt (11:12–14:19)
Die QUIZ Fragen 

Dies ist ein Spiel auf Zeit. (Die Stopuhr wird oben einge­blendet) BEREIT ?

600
0%

Womit verdiente sich die Familie Krupp das Geld für die ersten Hütten ?

Die Krupps waren schon immer für ihren ausge­zeich­neten Geschäfts­sinn und ihr Enga­ge­ment in unter­schied­li­chen Bran­chen bekannt.
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Korrekt ! Nicht-Korrekt !

Die Familie Krupp war im Ausland schon vor der ‘Hoch­phase der deut­schen Kolo­ni­al­zeit’ gut vernetzt. Helene Amalie Krupp (immerhin die Ur-Groß­mutter von Alfred Krupp – der Mann auf dem Denkmal) heiratet 1751 Fried­rich Jodocus Krupp ; nach dem Tod ihres Mannes erbte sie sein Kolo­ni­al­wa­ren­ge­schäft. Somit bot sich der Handel mit Kolo­ni­al­waren für sie an.

Wie beein­flusste Napo­leon das Geschäft der Krupps ? (‘Krupps’ ist hier Bezeich­nung für sowohl die Familie als auch das Unter­nehmen – was beides nicht immer eindeutig vonein­ander zu trennen ist) 

Die Krupps verfügten schon immer über gute Verbin­dungen zum Ausland.
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Korrekt ! Nicht-Korrekt !

Die Krupps konnten über Bezie­hungen illegal Kaffee erwerben (Kaffee­schmuggel) und ihn für viel Geld beson­ders in Essen weiterverkaufen.

Wie stand die Stadt Essen in Verbin­dung zur Skla­verei in Amerika ?

Globaler Waren­handel war auch im 19. Jahr­hun­dert schon weit verbreitet.
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Korrekt ! Nicht-Korrekt !

Essener Tuch­fa­briken bestellten den Rohstoff Baum­wolle in Amerika. Die in Essen produ­zierten Stoffe gingen dann häufig zurück an die Plan­tagen. (Die Essener Forscher Jecht und Hiedl berichten zum Beispiel von dem typi­sche Essener ‘Quadrat­stein’, einem Muster- und Webart, die in Essen herge­stellt wurde, und die Sie bei Arbeits­be­klei­dung ameri­ka­ni­scher Sklaven nach­ge­wiesen haben)

Wofür waren die Krupps insbe­son­dere bekannt ? (Was war über lange Zeit und in der öffent­li­chen Wahr­neh­mung ihr Kerngeschäft?)

Die Krupps produ­zierten große Mengen Stahl, der teil­weise auch in die eigene Produk­tion ging.
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Korrekt ! Nicht-Korrekt !

Die Krupp’schen Fabriken wurden auch als “Waffen­schmiede der Nation” bezeichnet.

Wie kamen Kaffee­al­ter­na­tiven in Essen an ?

Denk darüber nach, wie sich der Kaffee­ab­satz zu dem der Ersatz­pro­dukte heut­zu­tage verhält.
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Korrekt ! Nicht-Korrekt !

Die Ersatz­pro­dukte hatten einen gewöh­nungs­be­dürf­tigen Geschmack und kamen an das Original selten heran. Darum tranken die Essener, die es sich leisten konnten, geschmug­gelten ‘echten Bohnen-Kaffee’.

Welchen Spitz­namen bekam der Kaffee zur Zeit der Konti­nen­tal­sperre ? (als Napo­leon den Waren­aus­tausch mit Groß­bri­tan­nien und auch inner­halb Europas einge­schränkt hatte)

Die Krupps verdienten viel Geld mit dem ille­agelen Kaffeehandel.
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Korrekt ! Nicht-Korrekt !

Kaffee­handel war zur Zeit der Konti­nen­tal­sperre sogar noch profi­ta­bler als zuvor.

QUIZ-Krupp-Denkmal
Schade !
Einige Infos zum Aufstieg der Krupps in Essen kannst du dir noch nicht so gut merken. Hör dir noch einmal das Audio an und versuche dich dann erneut am Quiz !
Schon ganz gut !
Mit dem Aufstieg der Krupps in Essen kennst du dich schon ganz gut aus. Hör dir gerne noch einmal das Audio an und schau, wie viele Fragen du dann beant­worten kannst !
Super !
Mit dem Aufstieg der Krupps in Essen kennst du dich jetzt schon richtig gut aus ! Weiter so !
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