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BAEDEKERHAUS

Deutsche Kolonialgesellschaft, Koloniale Schulliteratur, Koloniale Propaganda

Das Baedekerhaus hat eine lange Buchhandels- und Verlagsgeschichte. Das aktuelle Gebäude prägt die Essener Innenstadt seit 1928. Der Verleger Diedrich Baedeker (1850-1922) hatte vorher bereits viel zur kolonialen Geschichte Essens beigetragen. Als Vorstandsmitglied der Deutschen Kolonialgesellschaft, Sektion Essen (siehe „Saalbau Station) und vor allem mit dem Buch „Bilder aus den deutschen Kolonien“n – erschienen 1908 in der G . D. Baedeker Verlagshandlung in Essen. Ein wichtiges Buch für die Geschichte und Praxis der kolonialen Propaganda, das sich mit unterschiedlichen Erzählungen ausdrücklich an Schüler*innen und Schulen wendet. Mit Erzählungen von der „Bedeutung der Kolonien für die deutsche Volkswirtschaft“ und „sittenkundlichen Skizzen“. Eine Audiostation im Gespräch mit der Kolonialismusforscherin Barbara Schneider (Fernuniversität Hagen) über zutiefst rassistische Menschenbilder in Gestalt von Reiseberichten und Abenteuererzählungen – „für die koloniale Sache“.

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  • Das Baedekerhaus wurde 1926-1928 als Geschäftshaus der groß-bürgerlichen Familie Baedeker erbaut. Die wesentliche Form ist unverändert. (Denkmalgeschützt seit 1987). Auch das wesentlich ältere Stammhaus der Baedeker hatte bereits im 18ten Jahrhundert an selber Stelle gestanden – und auch in den Anfängen bereits dem Verlagsgeschäft und Buchhandel gedient.
  • Von den vielen Familienmitgliedern der Baedeker sticht vor allem Diedrich Gottschalk Baedeker (1850-1922) hervor – besonders umtriebig als Akteur und als Propagandist des Deutschen Kolonialismus. Wissenschaftliche Recherchen und Erzählungen im Audioguide: Barbara Schneider, Fernuniversität Hagen.
  • Das Buch 'Bilder aus den Deutschen Kolonien' – aus dem Verlagshaus Baedeker – im Auftrag und mit Unterstützung der Deutschen Kolonialgesellschaft
  • 'Bilder aus den Deutschen Kolonien' – im Untertitel 'Lesestücke für die Jugend' – zielt auf Schüler*innen und Schulen.
  • Themenmischung: Wirtschaftliche Perspektiven – 'Bedeutung der Kolonien für die Deutsche Volkswirtschaft' – bis zu 'Reiseberichten' und 'Abenteuergeschichten' –
  • 'Literarische Hausmannskost' – mit rassistischen Ressentiments
  • Rassistische Zuschreibungen – mit allerlei psychologisch aufschlussreichen Motiven
  • Welche 'Bilder' bleiben – sind bis heute wirksam? – 'Das Denken in Schubladen' – 'Das Denken des Anderen'
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